Zitat aus www.complemed.ch

„Aequalia aequalibus curentur“ – „Gleiches möge mit Gleichem geheilt werden.“ Nach diesem Grundsatz funktioniert die Isopathie nach Prof. Günther Enderlein (1871-1968). Krank machende parasitäre Bakterien und Pilze können in ihre ursprünglich symbiotische, unschädliche Form zurück-geführt werden, indem man sie mit speziellen Entwicklungsstadien derselben Mikroorganismen in Kontakt bringt. Auf der Grundlage dieser Abläufe wurden ausser-gewöhnliche Arzneimittel entwickelt, welche im Sinne von Bioregulatoren echte Heilungsvorgänge in Gang setzen können.

Unser Körper funktioniert ähnlich wie unsere Gesellschaft. Beides sind äusserst komplexe Systeme, in welchen unter Normal-bedingungen die kleinsten Einheiten mit den Nachbarn friedlich kooperieren (Symbiose) und damit zum Überleben des Ganzen beitragen. Aber was, wenn sich Menschen urplötzlich infolge eines ungesunden sozialen Umfelds von sozial verantwortlichen Bürgern zu asozialen Räubern oder Mördern entwickeln? Dann gerät das System ausser Kontrolle. Die Gesellschaft erkrankt.

Diese Wandlungsgabe von „kooperativ“ zu „feindlich“ besitzen auch winzig kleine Mikroben in unserem Körper. Es handelt sich dabei um Kleinstlebewesen im Inneren der Zelle, die mit ihrem Umfeld in Symbiose leben. Diese Zusammenarbeit funktioniert bestens in einem ausgeglichenen Milieu.

Dieses dynamische Gleichgewicht kann allerdings gestört werden. Dies ist oft der Fall, wenn der Gesamtzustand des Organismus dauerhaft verändert ist, etwa durch psychische Probleme, falsche Ernährung, konstitutionelle Schwächen, oder Umweltbelastungen. Die Selbstregulation geht verloren. Die ursprünglich symbiotischen „Hausgenossen“ verselbstständigen sich und werden zu Parasiten, deren Stoffwechselprodukte den Wirtsorganismus vergiften und die verschie-densten Krankheitssymptome verursachen können.

Diesem Geschehen liegt das Konzept des Pleomorphismus (Vielgestaltigkeit) zugrunde, welches von diversen Forschern beobachtet und bestätigt wurde. Dieses besagt, dass Mikroorganismen, abhängig vom Milieu, in dem sie leben, in verschiedenen Entwicklungs-zuständen und Formen auftreten können. Mikroorganismen wie Viren, Bakterien und Pilze sind somit unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Manifestation und gehen letztendlich auf die intrazellulären Symbionten (von Enderlein „Endobionten“ genannt) zurück.

Die verschiedenen Entwicklungsstufen können mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie im Blut sichtbar gemacht werden. Erkennbar sind unter anderen so genannte niedervalente, also noch nicht ausdifferenzierte Wuchsformen, die symbiotisch im Blut leben. Bei Störung dieser Symbiose, welche für das Wohlergehen unabdingbar ist, (z.B. durch Verschiebung des Säure-Base-Gleichgewichts), kann es zu einer Aufwärtsentwicklung dieser Strukturen kommen, es entstehen pathogene Formen, die Krankheiten auslösen können.

Die Umwandlung vom symbiontischen Endobionten zum gefährlichen Krankheits-erreger kann aber auch in die umgekehrte Richtung verlaufen. Der deutsche Mikrobiologe und Zoologe Prof. G. Enderlein (1872 – 1968) hat nämlich festgestellt, dass die schädliche Aufwärtsentwicklung der Mikroorganismen rückgängig gemacht werden kann. Dies geschieht einerseits durch eine dauerhafte Sanierung des Zellmilieus. Der aus dem Gleichgewicht geratene Organismus wird umgestimmt. Durch diverse therapeutische Massnahmen wie Ernährungsumstellung, Entsäuerung und/oder Herdsanierung wird die körpereigene Regulationsfähigkeit wiederhergestellt.

Ergänzend dazu stehen heute dank den Forschungen von Prof. Enderlein isopathische Heilmittel zur Verfügung, die sanft, aber sehr effektiv wirksam sind. Sie enthalten die nicht pathogenen Entwicklungsstadien eines Entwicklungskreislaufs, die in der Lage sind, höher entwickelte Formen (Bakterien, Pilze) desselben Kreislaufs aufzuspalten und unschädlich zu machen. Die Zufuhr dieser Präparate führt also dazu, dass die im kranken Organismus vorhandenen krankmachenden Mikroorganismen abgebaut und bis auf Stufe des harmlosen Endobionten zurückgestuft werden. Das Immunsystem kann parallel dazu mit anderen isopathischen Arzneimitteln im Sinne einer Reiztherapie zusätzlich stimuliert werden.

Von Othmar Bäriswyl, Leiter der Informationsstelle complemed, dem Mediendienst der Komplementärmedizin in der Schweiz; www.complemed.ch.

Text teilweise leicht abgeändert von P. Gugger.